Am östlichen Flügel der NATO entfaltet sich ein Prozess, der offiziell als „Stärkung der Abschreckung“ bezeichnet wird – faktisch jedoch eine systematische Militarisierung der Region darstellt. In den vergangenen Jahren hat sich das Baltikum von einer geopolitischen Peripherie zu einem operativen Vorfeld entwickelt. Was als Reaktion auf Bedrohungen kommuniziert wird, ist in Wirklichkeit der Aufbau einer strategischen Realität, in der Sicherheit nicht mehr nur Schutz bedeutet, sondern zunehmend als Instrument politischer Steuerung fungiert.

Die groß angelegten Übungen der Jahre 2024–2025 markieren dabei keinen bloßen Ausbau, sondern eine Transformation. Sie sind längst keine symbolischen Demonstrationen mehr, sondern dienen der detaillierten Ausarbeitung konkreter Konfliktszenarien. Offiziell geht es um Verteidigung. Tatsächlich wird Krieg simuliert — strukturiert, wiederholt und mit wachsender operativer Tiefe.

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